Samstag, 12. März 2011

Odawara

09.03.11
Am Mittwoch ging es nach Odawara. Die Stadt ist südwestlich von Sagamiono und ein ganzes Stück entfernt. Ganze 55 Minuten waren wir unterwegs. Durch die Scheiben des Zuges sahen anfangs wie üblich nur Stadt, aber dann kamen die Berge näher und wurden auch immer höher. Jetzt kann man sich endlich etwas vorstellen, wenn man sagt, dass Japan zu x Prozent von Bergen bedeckt sind.









In Odawar angekommen warteten wir auf Ryosuke, der mit uns dann noch eine Station gefahren ist. Dort trafen wir Rio, sie kam erst vor kurzen aus Deutschland wieder. Sie führte uns durch ihre Heimatstadt vorbei an Tofu und Süßwarengeschäfte, in denen wir auch für unser späteres Essen etwas kauften. Auch zeigte sie uns die Schreine und Parks in der Stadt. Mir gefiel die Stadt richtig gut, sie war schön grün, das Panorama mit Bergen war auch toll und vorallem hörte man von den normalen Stadtgeräuschen, wie Bahnverkehr und Straßenlärm kaum etwas. Dafür lag sie aber natürlich im "nirgendwo", wenn man es so nennen will.
Ein Tofugeschäft. Hier wird alles frisch hergestellt, man kann sogar dabei zu sehen.
Der Park mit dem Schrein.

Wir gingen zu ihrem Grundstück und ruhten uns in einem alten "traditionellen gebauten" Haus kurz aus.
Leider war Alex nicht mit, da es ihr gesundheitlich schlecht ging. Rio organisierte für uns ein Beiwohnen
bei einer Teezeremonie. Die Zeremonieleiterin, ihre "Gehilpfen" und Mütter mit ihren Kindern vollzogen vor unseren Augen die Teezeremonie. Erst wurde den Kindern gezeigt, wie der Tee aufgegossen wurde, danach gab es für die Mütter einen Mochi. Bei jeder Mutter kniete sich eine Gehilfin hin und gab ihr das Gebäck, darauf folgte eine Verbeugung. Die Mütter saßen im "seiza". Danach wurde das Gebäck auf eine bestimmte Art und Weise gegessen, dann folgte die Verteilung des Tees, mit den gleichen Bewegungen der Mutter und der Gehilfin. Das Teegefäß wurde auf die linke Hand gesetzt und mit der rechten gedreht, dann getrunken und anschließend wieder zurück gedreht. Die Gehilfin nahm nun wieder von jedem einzeln das Gefäß auf. Die ganze Prozedur voll zog sich nun auch mit den Kindern. Abschließend wurde ein Gruppenfoto gemacht. Nun waren wir an der Reihe. Aber mit uns wurde die "schnelle" Variante durchgeführt, es war dennoch interessant. Im "seiza" kann man ohne Übung keine 5 Minuten sitzen... .

Wir begaben uns nun in das "traditionelle" Haus mit Schiebetüren und Papierwänden und aßen
unsere gekauften Sachen. Es gab auch Mizusuppe und grünen Tee dazu. Anschließend durften wir noch einen
Schrein anschauen. Dann ging es auch schon zurück nach Odawara. Rio brachte uns noch zum Bahnhof und verabschiedete sich. Noch einmal vielen Dank für den schönen Nachmittag.
Mochi in den verschiedensten Formen.



In Odawara besuchten wir die Burg und ich genoß den Ausblick auf das Meer und auf die Berge, die die
Ebene in der Odawara lag umgaben. Ein schöner Anblick. Auch der Pazifik war zu sehen. Die Sonne schien zwar, aber es ging ein recht kalter Wind.
Odawara - ein sehr schönes Schloss.



Blick Richtung Osten...
...Süden
Das Panorama war schön.
Auf der Rückfahrt schliefen wir recht schnell, nach dem wir einen Sitzplatz ergattern konnten ein. Und wachten kurz für Sagamiono wieder auf. Abends ging es noch mit Jeff, mit dem wir auch Suhsi essen waren, zum Karaoke. Es war insgesamt ein vergnüglicher und interessanter Tag.
Bis bald.

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