Donnerstag, 24. März 2011

Heimreise

Dienstag, zwischendurch mal nach Peking

Der Tag begann schon früh, gegen halb 6 stand ich auf, packte meine letzten Sachen und lies anschließend das Zimmer abnehmen. Der Herr hatte nichts zu beanstanden. Markus und ich verabschiedeten uns von Sakamoto san und liefen los. Gegen 6.35 Uhr waren wir an der Busstation und wollten unsere Tickets holen, allerdings mussten wir dafür noch ein wenig warten. Wir setzten uns also noch mal hin, warteten, aßen nen Apfel und bewunderten die bestimmt über 100 m lange Menschenlange, die darauf wartete den Bus zu betreten. Plötzlich stand Shizuka uns gegenüber. Ich war sehr froh sie noch einmal zu sehen! Wir beschloßen einen Bus eher zu fahren, da wir nicht wussten wie lange dieser brauchen würde. Wir bedankten uns ein letztes Mal, sagten:"Lebewohl und Passt auf euch auf" und stiegen dann in den Bus. Die Fahrt zum Flughafen dauerte fast 2 Stunden, obwohl es nur 50-60 km sind, aber der Umstand, dass keine Züge fuhren, sorgte wieder für Straßen und Autobahnen. Aber ab einer Abfahert in Yokohama, war die Autbahn plötzlich leer und der Fahrer trat wie schon mal erlebt, auf die Tube. Unglaublich wie die Busse rasen, aber die Fahrer sind alle routiniert. Wir fuhren über die Yokohama bridge, sahen noch einmal den Landmarktower, ließen ein riesen Industrie- und Hafengebiet an uns vorbei ziehen und waren dann gegen 9 Uhr am Terminal 1!.



Wir stiegen aus, betraten das Gebäude, setzten uns kurz, machten einen kleinen Rundgang um zu sehen ob unser Flug schon angezeigt wird und mussten feststellen, dass wir am falschen Terminal waren... . Wir waren im Terminal für die Inlandsflüge gelandet..., aber es flog alles, keine gecancelten und es waren normal viele Leute da. Wir schauten nochmal auf unser E-ticket und mussten erkennen, dass die 1 bei Terminal 1 keine 1 sondern ein I war, für international. Wir suchten also, den Shuttle bus auf, der uns umsonst zum Terminal I fuhr. Dort angekommen stand schon unser Flug nach Peking dran. Wir warteten bis der Schalter öffnete und ich machte noch ne Tour durch die Geschäfte.
Der Herr ließ sein Kind, an einer Hundeleine vorneweg laufen.




Dann öffnete der Schalter, wie gaben unser Gepäck ab, gaben unsere Embarkationcard ab und suchten einen Platz zum warten. Markus schrieb Mails an seine Freundin und ich erstand noch paar Sachen in den unzähligen Shops. Dann ging unser Flug nach Peking. Dort angekommen stande wir erstmal mitten auf den Landefeld. Ein Bus brachte uns nach mehrminütiger Fahrt dann in das Empfangsgate. Wir zeigten zum ersten Mal unsere Bordkarte und unseren Pass. Das Personal dort erzählte uns etwas von einem "free Hotel", was schon irgendwie komisch war. Wir begaben uns zum nächsten Schalter, es war die Passkontrolle. Der Herr dort, genehmigte uns nach mehrmaligen Fragen einen 24 Stunden Aufenthalt. Als diese Hürde nun auch genommen war, liefen wir weiter durch diesen rießigen Bau. Überall liefen chinesische Sicherheitskräfte rum. Wir kamen zu einem Gate und da wir nicht wussten, wie wir zu den angeblich kostenlosen Hotel kommen sollten, fragten wir eine Chinesin in Uniform, die zu unserem Glück sogar Englisch sprach. Sie fuhr mit uns in der Bahn, die den International Terminal mit dem normalen Terminal verband und führte uns sogar zum richtigen Schalter. Dort allerdings verstand man unsere Anfrage bezüglich des Hotels gar nicht, aber wie wurden an einen anderen Schalter verwiese. Dort schickte man uns wieder zurück zum ersten Schalter. Mittlerweile hatte sich uns eine Japanerin angeschlossen, deren Anschlußflug auch erst am nächsten Tag
gehen sollte. Zu dritt begaben wir uns nun auf die Suche. Wir trafen zufällig auf einen Pagen, der mit den Worten "Free Hotel" etwas anfangen konnte. Er schickte uns zu anderen ebenfalls verwirrt schauenden Personen, und nach ein paar Minuten des warten, holte er uns ab und brachte uns zu den Shuttle Bussen. Die 5-10 minütige Fahrt ließ mich zum Schluss kommen, dass das Hotel irgendwo in der Pampa liegen musste. Im Hotel angekommen, wendeten wir uns an die Empfangsdamen und bekamen im Gegentausch zu unseren Gepäckkarten, den Zugang zum Zimmer.
Wir abredeten uns vorher noch mit Tomoko, der Japanerin, die einfach mal spontan nach London flog um Freunde zu besuchen, zum Abendbrot. Im Zimmer dann testeten wir als erstes das Internet und siehe da, wir konnten Lebenssignale von uns verschicken. Allerdings die Hauptplattform: Facebook war gesperrt. Das Zimmer war für den Umstand, dass es kostenlos zu nutzen war, richtig gut. Auch das Bad machte einen guten Eindruck, die Dusche funktionierte während meines Tests ebenfalls hervoragend.^^
Das Abendbrot gestaltete sich interessant, denn selbst ein mit m Tisch saßender Chinese konnte nicht klar sagen, was für ein Fleisch wir da eigentlich grad aßen. Jedenfalls konnte man es essen und da es kostenlos war und ich keine Beschwerden von bekam, solls auch egal sein. Tomoko erzählte uns während des Essens, wie sie das Beben erlebte und konnte berichten, das bei ihr die Erde zu stark schwankte, dass sie nicht mehr stehen konnte.... . Anschließend durfte sie noch 4 Stunden nach Hause laufen... .Am nächsten Tag frühstückten wir 3 aus Japan Reisenden zusammen und fuhren anschließend mit dem Shuttlebus wieder zurück zum Flughafen.


Wir bekamen auch unsere Gepäckkarten wieder. Im Bus trafen wir auch den älteren Briten wieder, der schon mit nach Peking geflogen war. Er fiel mir imFlugzeug auf, weil er immer mit den Stewardessen "schäckerte".
Im Flufhafen angelangt, mussten Tomoko und der Brite noch extra einchecken, wir hingegen begaben uns schon mal zum Sicherheitsgate. Zuvor trafen wir aber auf die 2 Franzosen, die ebenfalls das Free Hotel gesucht haben. Allerdings fanden sie es nicht und mussten im Flughafen nächtigen. Dementsprechend sahen sie auch aus. Wir unterhielten uns noch ein wenig mit ihnen. Ich vermute mal, sie sind heil in Frankreich angekommen. Im Terminal I angekommen, suchten wir erstmal minuten lang unser Gate. So ein riesiger Flughafen, unglaublich, wenn man sich mal nicht verläuft^^

Wir trafen jedenfalls wieder auf den Briten und Tomoko, die schon fleißig das kostenlose W-Lan nutzten. Ihr Flug ging zum einen eher, und wie schon angedeutet, nach London, sodass wir noch ein mit ihnen plauderten eher sie dann zu ihren Gate wanderten.Wir suchten dann auch unser eigenes Gate auf. Die restliche Zeit verbrachte ich damit, die Shops auf eventuelle Mitbringsel zu untersuchen und paar Fotos zu schießen.
Der Flug an sich war ok, ich probierte mal das Bier, schaute Film und döste vor mich hin. Der Platz für die Beine war richtig gut, allerdings bekommt Airchina von mir Minuspunkte bei den Mahlzeiten. Aeroflot hatte da schmackhafteres Essen im Angebot.
Flugzugessen und Bier
Gegen dreiviertel 6 landeten wir in Frankfurt, durchliefen die Kontrollen, bekamen sogar unser Gepäck und wurden von Susanne empfangen. Nach der Begrüßung tätigte ich erstmal ein paar Anrufe und verschickte SMS. Die erste Tour zu einer Raststätte an der A4 nahe der A9 absolvierte Susanne ganz souverän, trotz teilweise richtig schlechten Wetters wie Nebel und Regen. Nocheinmal ein Danke dafür :) An der Raststätte erwarteten mich schon meine Eltern. Sie waren ganz freudestrahlend mich wieder zu sehen, denn hätte man den deutschen Medien geglaubt, wäre ein Abreise aus Tokyo nahe zu unmöglich gewesen... . So hatten mich meine Eltern und deutschland wieder. Gegen ein Uhr kamen wir in Helmsdorf, meinen Heimatort an. Ich verbreitete meine Ankunft in Facebook und ging ziemlich müde ins Bett. Allerdings sollte der "Jetlag" dafür sorgen, dass ich nur 4 Stunden schlief und mitten in der Nacht einfach aufwachte.
Dies war nun der letzte Eintrag meiner leider verkürzten Japanreise. Ich hoffe, sie in den nächsten Jahren fortsetzen zu können.

die letzten Tage

12.03.2011
Tag nach dem Beben.
Obwohl ich erst gegen 4 Uhr ins Bett war, stand ich kurz vor 8 Uhr auf, um mich mit den anderen zum Frühstück zu treffen. Als wir letzte Nacht heim kamen sahen an wir an der Tafel im Wohnheim, dass viele Bewohner die Nacht nicht im Wohnheim verbrachten, sondern auswärts nächtigen durften. Ich betrat nun die Mensa und als man mich sah, wurden Geräusche der Überraschung hörbar, so als ob man einen Geist sieht. Sakamoto san und die Küchenfrauen fragten mich darüber aus, ob es mir und den aderen gut ging und ob wir denn auch im Wohnheim geschlafen hätten. Sie hatten davon gehört, dass keine Züge fuhren und waren dem
entsprechend überrascht uns früh schon zu sehen. Nach ein paar Minuten kamen dann auch die anderen drei und wurden wiederum von Sakamot san ausgefragt. Beim frühstück dann sahen wir im Fernsehen weiter schreckliche Bilder von der Tsûnami. Es kam auch Juliana zum Essen, von der wir erfuhren, dass es ihr gut ging, sie auswärts schlief und früh zum Wohnheim zurück gehkehrt war. Es kam auch Jeff der uns mitteilte, dass kurz bevor er das Wohnheim verlassen wollte, plötzlich das Beben war und er dem zu folge zu Hause blieb. Wir beendeten das Frühstück und sahen immer wieder Bewohner, die gerade erst von außerhab heimkehrten. Wir machten einen Termin für 11 Uhr aus und gingen nochmal auf unsere Zimmer um weiter email zu schreiben. Gegen 11 Uhr liefen wir mit Jeff zusammen zum Sagamiôno Bahnhof um dort einen Italiener zu besuchen, allerdings fanden wir nichts passendes und deckten uns fürs Mittag im Supermarkt ein. In diesem gab es noch alles, von leeren Regalen und angeblichen Hamsterkäufen war keine Spur.
Auch blieben die Japaner ruhig und es war ein Tag wie immer. Nun einzig der Umstand, das keine Züge fuhren, machte uns bewusst, das doch etwas nicht stimmt. Wir aßen bei Alex im Zimmer und redeten darüber, ob wir nun schon eher zurück reisen oder nicht. Es kam nichts bei raus!. Wir beschlossen nochmal schlafen zu gehen, und uns zum Abend wieder zu treffen. Nach dem Abendbrot trafen wir uns noch mal, und plötzlich erzählte Jenny, das ihre Eltern schon einen Rückflug gebucht hatten. Jetzt suchte auch Alex einen Flug und siehe da, sie flogen beide im gleichen Direktflug zurück nach Deutschland. Nun suchten auch ich und Markus einen Flug und buchten ihn für Dienstag 14 Uhr. Wir hatten zwar schon Flüge anvisiert die eher ging, aber wir waren eben doch nicht die einzigen die abreisen wollten. Bin rückblickend ein wenig froh, dass wir noch einen Tag länger da waren, so konnten wir das Phänomen der leeren Regale, nicht fahrender Züge und Stromabschaltungen live mit erleben und vorallem auch die Gelassenheit und Ruhe der Japaner.
Am meisten Panik verbreiteten immer noch die Ausländer im und aßerhalb des Landes. Ich muss sagen, dass ich mich bis Dienstag in Japan sehr sicher fühlte und froh darüber bin, der Panikmache deutscher Medien nicht ausgesetzt gewesen zun sein. Vom Schaden am Atomkraftwerk bekamen wir im japanischen Fernsehen wenig mit und wenn dann konnte man es schon viel früher  auf Zeit.de oder anderen dt. Portalen nachlesen.
Zwei extreme der Informationsverbreitung konnten hier beobachtet werden.

letzter Sonntag

Wir trafen zum Frühstück bei Alex zusammen und erfuhren, dass uns Shizuka zum Mittag trafen wollte, um unsere Abreise zu planen. Sie hatte schon die Bustickets für Montag und Dienstag organsiert. Nochmal vielen Dank dafür, dass sie uns so gut beraten und unterstützt hat. domo arigatou gozaimasu
Wir waren wieder für das Mittagessen im Kombini und aßen dann zusammen bei Alex im Zimmer. Abends wollten wir Kappasushi essen gehen, aber Jeff hatte Angst, das schon verstrahlter Fisch angeboten wird... .  So sind wir wieder in den Supermarkt und haben leckere Sachen eingekauft. Ich habe auch ein japanisches Getränk entdeckt, das sich sogar lohnt importiert zu werden: Suntori Strong Zero. Ein 8%iger alkopop ähnlicher Chemiecocktail, Ideal um auf andere Gedanken zu kommen, bzw. welche zu vergessen. Sonntag fand eigentlich ein matsuri in enoshima statt, allerdings bestand noch tsûnami warnung und wir wussten auch nicht, ob Züge hin und wenn, auch wieder zurück fuhren. So blieben wir die restlichen Tage in der Nähe des Wohnheims.

Montag, Ruhe, aber eine sehr bedrückende!

Jenny und Alex verließen an diesen Montag das Wohnheim schon gegen halb 5. Ich traf mich mit Markus und Jeff gegen 8 Uhr zum Frühstück. Währendich mein vorletztes japanisches Mahl genoß, konnte, aß Markus gar nichts. Wir hatten nun die Aufgabe zu bewältigen, unsere E-Tickets aus zu drucken. Das freundliche Wohnheim war selbst in Notfällen nicht bereit, mal irgendeine Ausnahme zu machen, weder haben sie mal einen dort sdchlafen lassen, weswegen Shizuka sich ein Hotel nehmen musste, noch konnte man nicht von dort anrufenoder etwas aus drucken. Schon komisch.
Aber wir hatten ja Jeff, unseren freundlichen Taiwaner, mit dem wir den ganzen Montag verbrachten. Es galt also nun das E-ticket aus zu drucken, und aus unerfindlichen Gründen brauchten wir 3 Versuche, bis wir se endlich in den Händen hielten. Aber das Kopiergerät im Seven-Eleven mag weder .doc, noch deutsche USB-Sticks, aber zum Glück hatte Jeff einen SD Karte, die das Gerät erkannte.

Nach dem wir nun unsere Tickets hatten, ging es weiter zum Einkaufen des Mittagessens. Wir hatten gehört, das gegen 2 Uhr der Strom abgestellt werden sollte und mir war klar, das ab diesem Zeitraum auch die alle
Läden zu machen würden. Wir versuchten nun im ersten Kombini etwas Nahrhaftes zu finden, aber vergeblich. Nur leere Regale und lange Schlangen gab es zu bestaunen... .

Im Kombini gabs schon leere Regale.


Keine Flucht aus der Stadt. Eher die Fahrt zu Arbeit. 

Ich sah auch lage Autokolonnen, jede größere Straße war zu. Aber in den Autos sahs meist nur eine Person. Es war also keine flucht, sondern ein mehr oder weniger normaler Berufsverkehr, der einsetzt wenn keine Züge fahren. Im größeren Sanwa gab es zwar auch leere Regale, aber noch genügend Lebensmittel. Die Sachen, die allen schmecken waren natürlich als erstes alle. Es sah aber dennoch schon ein wenig verstörend aus... . Vorallem auch wieder die riesen Schlange vor den Kassen. Ich kaufte zusammen mit Jeff ein, neben Sushi und anderen Sachen, auch Grünteeeis und Strong Zero. Kurz vor 2 Uhr waren wir wieder im Wohnheim und aßen dann zusammen, tranken Bier und spielten Karten. Von der angeblichen Stromabschaltung war nichts zu bemerken, jedenfalls im Privathaushalt nicht.
Aber auch im Sanwa gab es lange Schlangen und....

leere Regale.... .

Am späten nachmittag kamen Shizuka und noch zwei unserer japanischen Betreuer ins Wohnheim. Wir sprachen unsere Abreise mit dem Bus noch einmal durch. Shizuka hatte 2 Tickets nach Haneda bestellt und falls der Bus nicht fahren sollte, hätte uns eine Assistentin von Frau Waragai zum Flughafen gebracht. Unsere Abreise war nun völlig durchgeplant. Shizuka schenkte uns noch etwas, Wir bedankten uns bei ihr und verabschiedeten uns. An diesem Abend ging ich schon recht zeitig ins Bett, denn es sollte gegen viertel 7 Uhr losgehen. Vor dem Schlafengehen trank ich noch ein Strong Zero und schon schlief ich viel besser.

Erdbeben

11.03.2011

Am Freitag den 11.03. waren wir 4 wieder allein unterwegs. Ich hatte mich eigentlich mit meinem Tandempartner Motoi verabredet. Doch wir wollten uns erst gegen 16.30 Uhr in Shinjuku treffen, sodass noch Zeit war, vorher erst nach Nakano (nordwestlich von Shinjuku) zu fahren. Dort gab es ein vier stöckiges Kaufhaus, in dem es viele Manga, Anime- Merchandiseartikel zu kaufen gab. Alex erzählte schjon einmal davon. Wir nahmen also gegen 10 Uhr wieder den Rapid von Sagamiôno nach Shinjukju und kurz vor 11 Uhr kamen wir im Kaufhaus an. Wir machten eine Zeit fürs Mittag aus und liefen dann jeder für sich los.
Es gab wirklich alles. Vom Bookoff für ältere Manga, über einen für neuere, Von Läden, die Animef, Comic, Star Warsfiguren verkaufen, bis hin zu Edelboutiken, Spielhallen usw... . Halb 2 trafen wir uns zum Mittag.Für mich und Markus gab es katsuton mit Curryreis. Die beiden Damen hatten glaube ich Udon. Das Essen war gut, aber leider sollte es unser letztes in einer "Gaststätte" sein.

Curryreis


Nachdem alle satt waren, ging es zur zweiten Shoppingrunde. Ich kaufte ein paar Mitbringsel und dann noch einen Manga names compellion. Dieser handelt vom Leben in Tokyo nach einer atomaren Katastrophe... . Weiß gar nicht, wie ich sowas beschreiben soll. Gegen 14.50Uhr, ich schaute nicht auf die Uhr, als es passierte, aber ich rechnete es später zurück, ich stand gerade neben einem copyshop in der vierten Etage des Kaufhauses, als es anfing. Die Erde fing langsam an zu beben, manche Japaner gingen einfach weiter und störten sich nicht daran. Als es aber nicht aufhörte und sogar noch stärker wurde, blieben auch sie stehen und man sah den älteren Japanern an, dass dies ein größeres Erdbeben sein musste. Ein paar wenige Frauen eilten durch den Gang und riefen leicht hysterisch. Ich schaute immer wieder zu Decke und hoffte, dass nichts herunter kommt. Sollte es doch passieren, wäre vom Haus vermutlich nicht viel über geblieben. Es hörte zum Glück wieder auf, rückblickend weiß ich nicht mehr wie lang es war, aber ich denke es ging schon weit über eine halbe Minute. Der Besitzer des Copyshops hob ein, zwei Sachen auf, die während des Erdbebens runterfielen, dann wendete er sich wieder dem normalen Geschäft zu. Ich machte mich sofort auf die Suche nach den anderen drein. Ich fand sie in der dritten Etage und es war niemanden etwas passiert. Ich sah allerdings, dass in einem Geschäft, sämtliche Bücherregale umgefallen waren, und die Mitarbeiter anfingen, alles wieder auf zu räumen. In den anderen Läden bemerkte ich sonst keine Schäden und der normale Alltag zog wieder ein. Vielleicht 20 Minuten später bebte es wieder. Ich war gerade in einem garakuta-ten (Plunder, Kram - Laden), als plötzlich die Figuren, von denen ich eine genauer anschauen wollte, mit wackeln anfing.
Ich ging heraus un d traf Markus, und scherzte noch zu ihm: "Kaum sehen wir uns wieder, fängst schon wieder an." Es dauerte nicht so lang und war auch viel schwächer, als das erste Beben. Aber man sah in manchen Augen doch die Angst und viele Läden schlossen darauf. In einem Geschäft saßen vier junge im Lolitalook gekleideten Verkäuferinnen. Sie waren starr vor Angst und in ihren Augen sah man Entsetzen und die blanke Angst. Von meinen drei Komilitonen, denen zum Glück wieder nichts geschah, hörte ich später, wie eine
ältere Frau ständig kowai, kowai rief. Selbst für die ältere Frau, die bestimmt schon unzählige Beben mitgemacht hatte, war diese Beben fürchterlich und schrecklich. Ich und die drei anderen waren also Zeugen von einem besonders schweren Beben geworden. Allerdings machten wir uns bis dahin keinerlei Gedanken, wie schlimm es wirklich war. Denn es wirkte weiterhin alles völlig normal. Gegen halb 4 Uhr trafen wir uns unten vor den Rolltreppen, selbst diese funktionierten noch und waren nicht eingestellt. Während wir das Kaufhaus verließen, kaufte ich zum einem weil es lecker aussahe und zweitens zur Beruhigung, in einem japanischen Bäckerladen, in dem es europäisch aussehende Backwaren gab, eine Semmel und ein Erdbeerteilchen. Das Brötchen schmeckte wie zu Haus und auch das Teilchen vermittelte einen "heimatlichen"
Geschmack. Als wir zum Bahnhof kamen, wurde uns klar, das das Beben doch mehr war, als es den anschein hatte. Wir mussten realisieren, dass keine Züge mehr fuhren. Vor der Station versammelte sich eine rießige Menschenmasse und wartete auf Infos bzw. manche auf den Bus. Zu warten machte keinen Sinn, sodass wir beschlossen, erst einmal nach Shinjuku zurück zu laufen. Wir mussten nur einfach den Gleisen folgen. Viele machten es uns nach, die Stimmung unter uns 4 war bedrückt. Wir rissen ständig dumme Witze, und gingen
uns ziemlich auf die Nerven. Aber ein jeder wollte dennoch eine gefasste Fassade aufrecht erhalten. Wir kamen an einem Kombini vorbei, in dem wir uns erstmal mit Essen eindeckten und zur weiteren Beruhigung Meiji - Schoklade kauften und sofort vertilgten. Wir wanderten durch den Higashinakano und den Kitashinjuku - chome. solche Wohngebiete seht man nur in solch ungewöhnlichen Situationen. Endlich kamen wir auf eine Straße, die uns bekannt vor kam. Wir liefen einfach nur noch hintereinander lang.

Motoi konnte ich später über email erreichen, wir versicherten uns gegenseitig unsere Gesundheit und ich erfuhr, dass er seine Großeltern in Sendai nicht erreiche... .

Keine Züge fuhren...

...und schon sieht man mehr Leute auf den Straßen.

versteckte Tempelanlage im Wohngebiet

Skyline von Shinjuku
Die Straßen waren voll wie immer, sodass es anfangs normal wirkte. Nur sahen wir plötzlich eine Schlange vor dem Bahnhof. Diese war bestimmt 200 m lang und am Ende war nicht zu deuten, auf was die Leute warteten. Wir erreichten den Anfang und siehe, man wartete auf ein Taxi. Selbst bei einer riesen Menschenschlange bleiben alle ganz gelassen und stellen sich an. Vor den Münztelefonen bildeten sich ähnliche Schlangen. Es war also auch das Handynetz zusammen gebrochen. Im Bahnhof, der auch voller Menschen, die auf die Züge warteten war, setzten wir uns erstmal hin und ruhten uns aus. An den Anzeigetafeln war nur ab zu lesen, dass aufgrund des Erdbeben keine Züge mehr fahren. Es war gegen 5 Uhr als wir in Shinjuku ankamen, also eigentlich Zeit für die Rushhour nach Hause. Aber es blieb erstaunlich ruhig.
Die Straßen um den Bahnhof waren voll mit Autos und Menschen und der Strom von beiden riss auch nicht ab. Jeder versuchte irgendwie ein taxi oder einen Bus zu erwischen. Markus kam doch allen ernstes darauf, rum zu gehen und seine Umfragen durch zu führen... . Er sah wenigstens später ein, dass dies absolut nicht angebracht war. Aber grade die Tatsache, dass viele Japaner seinen Zettel aus füllten, zeigt wieder die Gelassenheit und die Akzeptanz dieser Situation.
Nach eine Weile, es war draußen schon dunkel geworden, kam Alex auf die Idee, an den Schienen der Odakyu line entlang Richtung Sagamiôno zu gehen. Zudem konnte sie dieses Warten und diese Tatenlosigkeit nicht ertragen. Wir setzten uns wieder in Bewegung und versuchten die Gleise zu finden. Das war gar nicht so einfach, da die Schienen unterirdisch starteten. Wir verliefen uns also kurz und kamen an einem großen Bildschirm am Südausgang des Bahnhofs vorbei. Dort sahen und realisierten wir erst, was das Erdbeben
wirklich bedeutete! Wir sahen Bilder von einer Welle, die über Felder rollte und alles mit sich nahm. Ich blieb regungslos und mit dem offenen Mund des "Entsetzens" stehen. Ich war wirklich geschockt. Wir konnten uns erst nach einer Weile von diesen schrecklichen Bildern lösen... . Zurück blieb auch die Erkenntnis, dass Tokyo vor schlimmeren verschont blieb. Leider hat sich dies nun auch als falsch herausgestellt.

Wir fanden die Gleise der Odakyuline und liefen von Station zu Station, mussten zwischen durch mehrmals fragen und sahen einen Kombini, der fast komplett leer gekauft war. Und obwohl allein dieser Anblick schon verstörrend war, stellten sich alle ganz brav an der Kasse an und warteten bis sie bezahlen konnten. Die Menschen auf den Straßen und die vollen Straßen stadtauswärts ließ mir klar werden, dass wir wo möglich über Nacht in der Stadt schlafen mussten. Gegen 8 Uhr riefen wir im Wohnheim an, ein Dank an Jenny und Alex, dass sie sich durch das Telefongespräch kämpften. Uns wurde geraten in eine Karaokebar zu gehen. Das klang zum Anfang ziemlich komisch, aber in manchen kann man ziemlich von 11 bis 5 Uhr früh für relativ wenig Geld bleiben. Da es in der Bar warm ist und man auch schlafen kann, ist es die gute Alternative zum Hotel. Leider kamen auf diese Idee, auch viele anderen. Wir suchten also eine Karaokebar auf und blieben von 9 bis 11 Uhr dort. Alex und Jenny "gingen" wie gewohnt beim Singen ab. Leider sollte dies, das letzte singen werden. Ich schlief derweil. Kurz nach 11 Uhr machten wir uns wieder auf und siehe da, man vernahm wieder die Geräusche der pulsierenden Großstadt, Züge fuhren. Ich war noch nie so froh das Geräusch
an den Bahnübergängen zu hören. Es wirkte gerade zu beruhigend, "biing, biing"! Wir bewegten uns zum nächsten Bahnhof und dieser war auch wieder voller Menschen. Viele warteten, manche liefen einfach nur durch, manche schliefen und dies auf was für eine Art und Weise, unglaublich. (Ich hoffe Jenny beschreibt diesen schlafenden Japaner). Ich sah auch den ersten Japaner, der die "Kontrolle" verlor und sich mit den Bahnhofsangestellten anlegte. Er war eventuell auch betrunken, aber er blieb der einzige Japaner den ich dabei beobachten konnte, wie er Fassunf verlor. Wir warteten weiter am Bahnhof und kur vor 12Uhr verkündete ein Angestellter, dass nun bald die Bahnen wieder fuhren sollen. Sofort setzte sich die Menge in Bewegung und checkte ganz normal ein und stellte sich unten am Bahnsteig ordnungsgemäß an. Nach weiteren 10 Minuten kam der Zug und beim betreten des Zuges, wurde dann doch mal gedrängelt.  Leider war es ein Lokal, das heißt, er hält an jeder Station an und fährt dem zu folge auch nicht so schnell, sprich wir fuhren mindestens 100 Minuten nach Sagamiôno. Der Zug hielt sogar an jeder Station länger um möglichst auch alle mit nehmen zu können. Später erfuhr ich, dass die Odakyu, die einzige Bahngesellschaft, die an diesen Abend noch fuhr. Wir hatten dem zufolge richtig Glück noch nach Hause gekommen zu sein. Im Wohnheim dann verabredeten uns wir vier noch zum Frühstück am nächsten morgen, anschließend benachrichtigte ich erstmal alle und sagte ihnen, dass es mir Gut gehe und nur erschöpft von der Reise sei. Motoi!!! Nachdem ich duschen war, schaute ich noch auf Nachrichtenportale und so verstand ich erst vollkommen, was nun eigentlich an diesen Freitag, den 11.03.2011 in Japan passiert war.

Samstag, 12. März 2011

Edo-Tokyo-Museum

10.03.11
Am Donnerstag trafen wir uns mit Yutaka, der ein Jahr in Deutschland studiert hat und ein Freund von Alex ist vor dem Studio Alta in der Nähe vom Ostausgang des Bahnhofs Shinjuku. Auf der Fahrt dort hin zeigte sich der Fuji nocheinmal am Horizont.
Fujisan

Skyline nördlich von Shinjuku.
Ein rießen Bildschirm sorgte während des wartens für Unterhaltung.
Wir fuhren mit der Chûôline zum Edo-Tokyo-Museum, aßen in einem Schnellrestaurant, in dem man vor dem Essen vorher eine Marke zieht. Es gab für mich Katsuton mit Udon, es war sehr lecker. Dann ging es zum Museum, vorher wurde ich wieder Zeuge des schon oft beschriebenen "japanischen" Kontrasts.
Ist schon "süß"die Pagode im Schatten des Hochhauses.
Die Halle in dem die jährliches Sumowettkämpfe stattfinden.
Im Museum ist detailliert dargestellt, wie aus dem kleinen Fischerdorf, eine Megastadt werden konnte. Es bestand natürlich wieder das Problem, nicht alles lesen zu können, aber man verstand schon recht viel.
Diese Figur hat mich fasziniert, leider konnte man keine Miniatur kaufen....
Nachbau einer Straße während der Edozeit.
Rikusha, leider wollte mich niemand ziehen^^
Bricktown, ein Viertel wurde komplett im westlichen Stil aufgebaut. Meijizeit.
Nach dem Museum ging es noch ein mal nach Akihabara. Wir versuchten uns in manchen Spielhallen und Alex und Jenny erstanden wieder einige Merchandiseobjekte.
Der in mehreren Blogs schon oft erwähnte Dönerstand in Akihabara.
Obwohl zwei Züge komplett gefüllt waren, war der Bahnsteig wieder voll. Man erkennt ganz gut das vorbildliche Anstellen zum Betreten des Zuges.
Der Herr in der Mitte stellt sich schon für den nächsten Zug an. Drängeln gibt es selten, es wird sich ganz ordentlich angestellt.
Auf dem Rückweg zur Rushhour erlebten wir wieder wie voll eine Bahn sein kann... . Ich fragte mich schon, ob man sich an diese vollen Züge jemals gewöhnen kann. Am nächsten Tag aber änderte sich meine Meinung.

Bis bald und macht euch weiterhin keine Sorgen, noch funktioniert alles und die Supermärkte sind prall gefüllt.

Odawara

09.03.11
Am Mittwoch ging es nach Odawara. Die Stadt ist südwestlich von Sagamiono und ein ganzes Stück entfernt. Ganze 55 Minuten waren wir unterwegs. Durch die Scheiben des Zuges sahen anfangs wie üblich nur Stadt, aber dann kamen die Berge näher und wurden auch immer höher. Jetzt kann man sich endlich etwas vorstellen, wenn man sagt, dass Japan zu x Prozent von Bergen bedeckt sind.









In Odawar angekommen warteten wir auf Ryosuke, der mit uns dann noch eine Station gefahren ist. Dort trafen wir Rio, sie kam erst vor kurzen aus Deutschland wieder. Sie führte uns durch ihre Heimatstadt vorbei an Tofu und Süßwarengeschäfte, in denen wir auch für unser späteres Essen etwas kauften. Auch zeigte sie uns die Schreine und Parks in der Stadt. Mir gefiel die Stadt richtig gut, sie war schön grün, das Panorama mit Bergen war auch toll und vorallem hörte man von den normalen Stadtgeräuschen, wie Bahnverkehr und Straßenlärm kaum etwas. Dafür lag sie aber natürlich im "nirgendwo", wenn man es so nennen will.
Ein Tofugeschäft. Hier wird alles frisch hergestellt, man kann sogar dabei zu sehen.
Der Park mit dem Schrein.

Wir gingen zu ihrem Grundstück und ruhten uns in einem alten "traditionellen gebauten" Haus kurz aus.
Leider war Alex nicht mit, da es ihr gesundheitlich schlecht ging. Rio organisierte für uns ein Beiwohnen
bei einer Teezeremonie. Die Zeremonieleiterin, ihre "Gehilpfen" und Mütter mit ihren Kindern vollzogen vor unseren Augen die Teezeremonie. Erst wurde den Kindern gezeigt, wie der Tee aufgegossen wurde, danach gab es für die Mütter einen Mochi. Bei jeder Mutter kniete sich eine Gehilfin hin und gab ihr das Gebäck, darauf folgte eine Verbeugung. Die Mütter saßen im "seiza". Danach wurde das Gebäck auf eine bestimmte Art und Weise gegessen, dann folgte die Verteilung des Tees, mit den gleichen Bewegungen der Mutter und der Gehilfin. Das Teegefäß wurde auf die linke Hand gesetzt und mit der rechten gedreht, dann getrunken und anschließend wieder zurück gedreht. Die Gehilfin nahm nun wieder von jedem einzeln das Gefäß auf. Die ganze Prozedur voll zog sich nun auch mit den Kindern. Abschließend wurde ein Gruppenfoto gemacht. Nun waren wir an der Reihe. Aber mit uns wurde die "schnelle" Variante durchgeführt, es war dennoch interessant. Im "seiza" kann man ohne Übung keine 5 Minuten sitzen... .

Wir begaben uns nun in das "traditionelle" Haus mit Schiebetüren und Papierwänden und aßen
unsere gekauften Sachen. Es gab auch Mizusuppe und grünen Tee dazu. Anschließend durften wir noch einen
Schrein anschauen. Dann ging es auch schon zurück nach Odawara. Rio brachte uns noch zum Bahnhof und verabschiedete sich. Noch einmal vielen Dank für den schönen Nachmittag.
Mochi in den verschiedensten Formen.



In Odawara besuchten wir die Burg und ich genoß den Ausblick auf das Meer und auf die Berge, die die
Ebene in der Odawara lag umgaben. Ein schöner Anblick. Auch der Pazifik war zu sehen. Die Sonne schien zwar, aber es ging ein recht kalter Wind.
Odawara - ein sehr schönes Schloss.



Blick Richtung Osten...
...Süden
Das Panorama war schön.
Auf der Rückfahrt schliefen wir recht schnell, nach dem wir einen Sitzplatz ergattern konnten ein. Und wachten kurz für Sagamiono wieder auf. Abends ging es noch mit Jeff, mit dem wir auch Suhsi essen waren, zum Karaoke. Es war insgesamt ein vergnüglicher und interessanter Tag.
Bis bald.

Freitag, 11. März 2011

kurzer Zwischenbericht.

Hey, möchte hiermit versichern, dass es mir und meinen 3 Mitstreitern gut geht und wir heil im Wohnheim angekommen sind. Ich schreibe erst jetzt, da die Züge erst wieder gegen 24Uhr den Betrieb aufgenommen haben. In Tokyo selbst ist nach dem was ich gesehen habe, zum Glück kein großer Schaden entstanden.
In naher Zukunft wird es einen ausführlichen Bericht geben. Macht euch keine Sorgen und bis bald!

Mittwoch, 9. März 2011

Schneefall, Mita-Campus und Tokyotower

07.03.
Montagmorgen, es regnete mal wieder Bindfäden als ich runter zum Frühstück ging. Ich dachte mir, dass es nicht schlimmer kommen könnte, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Denn als ich nach dem Essen wieder in mein Zimmer ging, schneite es plötzlich und es wurde ziemlich kalt. Der Schnee blieb sogar bis zum späten Abend liegen. Eigentlich wollten wir an diesem Tag nach Yokohama zum Shoppen fahren, allerdings sagten die beiden Damen ab und bei dem Wetter wollte ich auch nicht allzu weit weg. Ich suchte stattdessen eine Post auf und erkundigte mich, was es kostet etwas nach Europa zu schicken. Unverschämt günstig. Danach begab ich mich auf die Suche nach bedruckten Postkarten, denn die normalen sind einfach nur weiß. Ich fragte in einem Buchladen in der Nähe des Sagamionobahnhofs nach. Nachdem sich mir die Erklärung nicht ganz erschloss, führte mich der zweite Verkäufer erst durch den Bahnhof in das Gebäude, in dem die Karten sein sollen und dann direkt bis zum Verkaufsstand. Das nenn ich Service und ein weiterer Beweis für die Freundlichkeit, die hier einem zu Teil wird. Den Rest des Tages verbrachte ich in meinem Zimmer und versuchte die kopierten, japanischen Texte zu übersetzen.
Blick aus meinem Zimmer - Schnee...
... der auch noch liegen blieb.

08.03.11
Am Dienstag ging es zum Mitacampus mit Kyouhei, Takayuki und Mariko. Ich kopierte mir einige Seiten aus einem recht neuen Buch zum Thema zainichi. Die anderen waren auch mit Suchen und Kopieren beschäftigt. Anschließend aßen wir in der Mensa, für mich gabs Ramen, für die anderen meist Curryreis.
Als nächstes wollten wir den Tokyotower besuchen, der einem gewissen Turm in Paris stark ähnelt und den wir vom Campus schon sehen konnten. Als wir beim Turm angelangt waren, beschlossen wir nur bis zur mittleren Höhe zu fahren. Die Sicht war leider nicht allzu gut, sodass wir von der Hauptaussichtsplattform, die in der Mitte nicht weit sehen konnten. Den Landmarktower in Yokohama sah man nicht, dafür aber neue Ansichten vom Häusermeer. Bis bald.
Das Türmchen links - Mitacampus. Das Türmchen rechts - Tokyotower.
Eingang zum Campus, versteckt in der an sonst modernen Häuserfront.
Modern neben "auf alt gemacht".
Plötzlich ein Schrein.
Der Tower nochmal in voller Größe.
Blick Richtung Norden mit Tokyoskytower (der Umriss in der Mitte)
Osten: die Tokyoterbucht.
Südwesten
Westen: Shinjuku
Shinjuku im Hintergrund
der gespiegelte Turm.