Dienstag, 17. Juli 2012

3 Tage im Inaka (ländliches Japan) Teil 1

Hey ich habe ja lange nichts von mir hören lassen,
aber seit letzten Freitag ist der Unterricht vorbei, und ich habe 3 sehr schöne Tage verbracht.
Am Sonntag ging es mit japanischen Studenten ins Nagano-Ken. Und diese Präfektur kann man getrost dem ländlichen Japan zu schreiben. Die Studenten die ebenfalls an der Keio sind, habe ich über den cosmic Club kennen gelernt. Jeder Student muss in einem Club sein. Man kann zwischen Sportclubs, Zeitungsclubs usw. auswählen. Es gibt sogar einen, deren Inhalt daraus besteht, einmal in 2 Monaten ins Disneyland zu gehen... .
Dieser Cosmic club jedenfalls bescäftigt sich mit den Austauschstudenten und "bietet" sagen wir "Gesprächstraining" an. Meist trifft man sich auf einen Kampus der Keio und redet dann drauf los, anschließend wird der Abend mit einem Essen abgeschlossen. So war ich schon Okonomiyaki (Art Plinse in deren Teig aber viel Gemüße ist), Sushi, katsudon (fritiertes Fleisch aller Art) und so weiter essen.

Als Abchluss des Semesters haben sich die Japaner von cosmic gedacht, mit mir und Tangela (eine Amerikanerin aus Boston) in eine Hütte in Nagano ken zu fahren. Also trafen wir uns Sonntagfrüh halb 8 am Hiyoshi bahnhof, und leihten uns anschließend einen Wagen aus. Wir waren insgesamt 7 Personen, dementsprechend wurde es auch ein riesiger Toyota. Es dauerte eine Stunde bis wir auf der Autobahn waren, aber dann fing das Grauen erst an, wir benötigten weitere 3 Stunde um Tokyo zu verlassen. Unglaublich, und mir wurde gesagt, dass dies mehr oder weniger Normal ist am Wochenende^^, Dazu kam noch das der Montag, Tag des Meeres war, also Nationaler Feiertag . Naja. als wir dann endlich Tokyo Richtung Westen verließen, und wir in den Bergen verschwanden, war es wirklich wie eine andere Welt. Weniger Autos, unzählige Berge und Täler und Natur. Die Autobahn wirkte dagegen irgendwie surreal, nicht wirklich passend^^
schon in den Bergen, aber noch im Stau

Die Aussicht war grandios und wurde eigentlich nur besser

Angekommen im Inaka. Es ging natürlich in ein     italienisches Restaurant, aber immerhin ein berühmtes^^
Gegen 2 Uhr kamen wir dann wirklich an, und passierten zwischen durch weite Täler, die ganz nach japanischer Weise zugebaut waren, allerdings war das Verhältniss von Gebäuden und Feldern gleichmäßig^^
Naja, wir aßen als erstes in einem Italienischen Restaurant, wo auch sonst. Aber da dieses Restaurant berühmt ist, geht das in Ordnung. Japaner gehen meistens nur zu berühmten Restaurant, man erkennt sie an den langen Schlangen, bei denen man schon mal paar Stündchen verweilen kann.

Anschließend fuhren wir zu der Hütte, die wirklich abgelegen ist. Sie erinnerte mich an ein schwedisches Blockhaus. Allerdings war das Arreal in dem die Hütte stand, anscheinend für solche Gebäude ausgewiesen. Man sah auch futuristische Gebäude, die überhaupt nicht zur Natur passten. Aber egal.
Man hatte seine Ruhe, kaum Leute, kaum Lärm, nur unzählige Insekten, denen auch mit Chemie und sonstigen Mitteln nicht beizu kommen war. Meine Beine zeugen davon ....
Der Anblick täuscht, im Inneren gibt es alles was der Großstadtmensch braucht. Inklusive Waschmaschine^^
Wir fuhren weiter in der Gegen herum und sahen nur terassenförmige Reisfelder, Gewächshäuser umrahmt von bewaldeten Bergen. Auf den Feldern arbeiteten meist nur ältere Herrschaften. Jugend war allgemein wenig zu sehen.

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Wir suchten dann eine kanadische Farm, und fanden sie auch mitten im Wald gelegen. Sie wirkte sehr alternativ, und bietet für Stadtmenschen eine schöne Abwechslung. Dort traf wir auch eine Deutsche, die dort für Kost und Logie schon seit 3 Monaten arbeitete. Unglaublich wo man überall Deutsche trifft, mitten im Niemandsland^^
Die letzte Station im Inaka bestand aus der Anwendung von Feuerwerkskörpern, auch Hanabi genannt. In Japan sind diese immer zu kaufen. So kleideten sich alle in traditionelle japanischen Gewänder und ließen es krachen.








Gegen 9 Uhr war dann alles angezündet, verbraucht und eingepackt und so begann die Rückreise. Hach, ich dachte ja, mitten in der Nacht da wird schon niemand auf der Autobahn sein. Weit gefehlt, wir benötigten ebenfalls 5 Stunden um nach Tokyo zu kommen. Anscheinend fahren alle Nachts, wir waren auf einem Rastplatz wo wir erstmal 30 minuten anstehen mussten um drauf fahren zu können... Naja, und dort war dann die Hölle los. Um 12 Nachts, alles voller Menschen, unglaublich. Aber als wir dann die Berge hinteruns ließen waren die meisten Autos wieder weg. mmh

Jedenfalls war ich dann endlich um 3 wieder zu Hause, wir schafften vorher noch welche nach Hause. Ab halb 1 fährt nichts mehr außer Taxis.... . Naja, war interessant, die Straßen sind glaube ich niemals leer :)
Um 4 lag ich dann endlich im Bett aber konnte nur 2 Stündchen schlafen, denn es ging um 6 Uhr ja wieder los. Diesmal zum Fujisan.







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