Donnerstag, 19. April 2012

Wie schnell doch so ein Jahr vergeht :)

Konnichiha liebe Blogleser,
es hat leider etwas länger gedauert, bis ich die Zeit fand nun endlich den ersten Blogeintrag zu verfassen, fasst genau ein Jahr^^.
 Ich hatte in den ersten Wochen ziemlich viel Organisatorisches zu bewerkstelligen, zudem plagte mich eine Altlast vom letzten Semester. Sie bestand aus einer Hausarbeit, die zudem in englisch zu verfassen war. Gestern aber habe ich sie endlich fertig bekommen und abgeschickt und habe nun etwas mehr Zeit mich mal meinem Blog zu widmen.

Im letzten Eintrag, der vor einem Jahr verfasst wurde machte ich die Vorraussage im Jahr 2012 wieder etwas schreiben zu können und siehe da, es hat wirklich geklappt! Nach unzähligen Vorbereitungen, wie einer Lungenröntgenaufnahme (man soll ja keine ansteckende Krankheit ins sonst gesunde Japan schleppen), einem Kontoauszug, der nachweisen soll, das ich in Japan auch lebensfähig bin und sonstigen Hürden, bin ich nun am 21.3.2012 von Berlin aus über Umwege (Kopenhagen) nach Narita geflogen.

Ich bedanke mich bei meinen Eltern, die mich bei den Vorbereitungen unterstützt und auch sicher nach Berlin gebracht haben. Es ging zum Flughafen Tegel, dessen Parksystem leider total unübersichtlich ist und in dem wir 10 Minuten gebraucht haben überhaupt irgendeinen Platz zu finden... . Der Flug an sich war kurz und schmerzlos und so war ich schon halb 11 in Kopenhagen. Dort habe ich mich auf Nahrungssuche begeben und konnte das Bedürfnis auch stillen. Ziemlich zeitig suchte ich das Gate auf und dann nach und nach tummelten die weiteren Passagiere ein. Als eine größere Reisegruppe von Japanern eintraf, wurde mir klar, das dies eindeutig das richtige Gate war. Das Einchecken verlief auch ohne größere Probleme und dann durfte ich die Vorzüge des Alleinreisens genießen. Plötzlich nämlich kam eine Angestellte der Fluggesellschaft zu mir und fragte mich, ob ich denn allein reise und ob sie meinen Platz verbessern könnte. Ich stimmte zu und so kam ich in den Genuß in der Busines Class fliegen zu dürfen. Dort hat man unmengen Platz, kann seinen Sitz in die horizontale bringen, hat seinen eigenen Fernseher, den ich auch nutzte und konnte viel schöne Speisen, Wein und Bier trinken. Neben mir saß eine ältere Japanerin, mit der ich nach einigen Bechern Wein ins Gespräch kam und so erzählte sie mir, das sie grad aus Schweden vom Polarlichtern gucken käme. Zudem mache sie jedes Jahr eine mehrwöchige Reise in Europa. Sie hatte schon mehr Länder gesehen als ich... . Wie gesagt der Flug war sehr angenehm, hier mal ein Dank an Scandinavia Airline. Hoffentlich wird der Rückflug auch so schön.

In Narita angelangt, kam mir der Flughafen vom letzten Mal noch bekannt vor. Die Einreise war kein Problem, mit Pass, Visum und anderen Papierkram... . Ich bekam auch meine Koffer, wenn auch ziemlich zum Schluß und begab  mich zum Bahnsteig des Express JR-Zuges nach Tokyo. Im Zug traf man dann diejenigen, die auch im selben Flugzeug saßen. Innerhalb einer Stunde war ich in Musashi-Kosugi und brauchte 15 Minuten, eh ich herausfand zu welchem Bahnsteig ich musste.... .


die Bilder wurden direkt aus der Bahn gemacht, die mit mordsmäßigen Tempo durch Tokyo schoß
Von Musashi kosugi waren es nur 2 Stationen bis nach Hiyoshi. Dort angelangt lief ich noch 15 Minuten mit meinen beiden Koffern zum Wohnheim. Auf dem Weg dorthin kamen mir Bewohner des Wohnheims entgegen, die mich aufgrund meines nichtjapanischen Aussehens sofort als neuen Mitbewohner ausmachten.
Ich wurde von englisch sprachigen Japanern empfangen, die mit mir den Papierkram machten und mir mein Zimmer zuwiesen. Endlich angekommen, suchte ich als ersten den nächsten Kombini auf (Markt, der das ganze Jahr auf hat und in dem es alles Notwendige gibt), um ebensolches zu kaufen und auch eine Dose des köstlichen Gebräus, das ich zurück im Wohnheim auch gleich genoß.
Das war der erste Tag, dank des guten Fluges während dem ich schlafen konnte, hatte ich kein Jetlag und konnte mich ganz gut in den normalen Tagesablauf einleben.

Am nächsten Tag, verschlief ich erst einmal und so war ich erst gegen 11 Uhr im Gemeindeamt um meine Alienregistration Card zu beantragen. Dies war ein Spass, denn nur eine Frau dort sprach englisch und es waren viele Ausländer da... . Dort traf ich auch viele die mir bekannt vorkamen, und wie sich herausstellte, waren wir alle im selben Flug. Die Spaneriern allerdings mit der ich sprach, erzählte mir, das der Flug total überbucht war, es in der Economclass keinen einzigen freien Platz gab und sie deshalb den schlimmsten je erlebten Flug hatte... . "Ziemliches Glück gehabt", dachte ich mir. Nachdem der Antrag durch war, bekam ich noch einen schönen Zettel in meinen Pass geklebt, der beurkundet, das ich auch die Karte beantragt habe und einen weiteren Zettel, den ich als vorläufige Aufenthaltsgenehmigung vorzeigen kann, zum Beispiel beim Eröffnen eines Kontos oder beim Kauf eines Handys. Ich schloß mich dann zwei Asiaten an, die Englisch konnten und ein Konto eröffnen wollten. Sie waren so nett und brachten mich durch die Eröffnungsprozedur, mit Ausweis zeigen, Antrag ausfüllen usw.... . Ich mit meinen drei Vornamen überforderte die Damen in der Bank allerdings völlig. Nach über 90 Minuten war allerdings alles geschafft und ich nun glücklicher Kunde der Tokyo Mitsubishibank (sie gehört glaube auch zur Gruppe, die die gleichnamigen Autos produziert). Ich bedankte mich bei den beiden freundlichen Asiaten und begab mich zurück zum Wohnheim, um den Inhalt meiner Koffer vollständig in die Schränke zu räumen. Anfangs ernährte ich mich nur von Kombini Onigiri. Das sind Reisbällchen mit Füllung, die mal Pflaume, Fisch oder sonstwas sein kann. Auf diese Art der Nahrungsbeschaffung musste ich zurück greifen, da es im Wohnheim keine Mensa gibt. Das stimmte mich sehr traurig..., auch deshalb weil ich extra für Nahrung bezahlen muss. Und diese ist in Tokyo leider arg teuer. Wer sich in Dtl. über teure Lebensmittel beschwert, der solle mal nach Japan fliegen. Das einzige was ungefähr dem deutschen Niveau entspricht, ist Wasser... und einige Obst und Gemüßesorten, wie Bananen, Ananas oder Krautköpfe. Mittlerweile habe ich aber auch schon preiswerte Läden gefunde, sodass der anfängliche Schreck vorüber ist.
Somit schließe ich erstmal, meinen ersten Eintrag und werde in den kommenden Tagen, die restlichen Wochen nach holen.
Viele Grüße aus Kanagawa
Benjamin

1 Kommentar:

  1. Benny, gut von dir zu lesen!
    Verrate uns doch noch deine anderen Vornamen. Ich wei0 die echt nicht mehr...
    ;)
    Domi

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